B I T e x - bürgernah

BITex praktiziert
Bürgernähe!

Der BITex Arbeitskreis trifft sich jeweils am letzten Dienstag des Monats
18 Uhr in der Gaststätte des Hotels “Meister Bär” Goethestr. 28.
Zu gleichem Termin und Ort können die Bürger die Bürgersprechstunde der BITex in Anspruch nehmen.

Studienkapazitäten wegzusparen – und dies auf Kosten unserer Stadt, die seit mehr als 165 Jahren von der Tex geprägt ist und mit dem Wegbrechen dieses Bildungszentrums auch einen Grundpfeiler der städtischen Wirtschaft verlöre.Dies wird für die Kommune und für die gesamte nordvogtländische Region nicht zuletzt auch erhebliche demographische Folgen haben. Wir sind der Meinung, dass die Staatsregierung mit ihrem Beschluss zur Liquidierung des Reichenbacher Hochschulstandortes auch die Verantwortung für die Folgen dieser Entscheidung zu übernehmen hat. Deshalb nutzte und nutzt die BITex alle gebotenen demokratischen Möglichkeiten, diese Verantwortung von der Sächsischen Exekutive einzufordern, so in erneuten Briefen an MP Tillich und Finanzminister Unland, deren Antworten noch ausstehen. Auch Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Frau Prof. Dr. Wanka, MdB Ernst-Dieter Rossmann, Bauhausdirektor Prof. Dr. Osvalt und Institutionen wie die Hochschulrektorenkonferenz und das Sächsische Amt für Denkmalpflege wurden zum Anliegen der BI angesprochen. Es hat den Anschein, dass Dresden all diese Initiativen ins Leere laufen lässt. Gravierend ist, dass die Staatsregierung bis heute auf die mehrfach gestellte Forderung, die angebliche Wirtschaftlichkeit des Schließungsbeschlusses offenzulegen, nicht eingegangen ist. Ebenso ist nicht erkennbar, dass sie ein konkretes Konzept für die Zukunft des Reichenbacher Bildungspotenzials in Arbeit hat.
Andererseits kann die BITex eine beachtliche positive Bilanz ausweisen. Auf nahezu 4 000 Mitstreiter ist die Bürgerinitiative angewachsen, die größte in ganz Sachsen. Man kann diese Bewegung – ob man will oder nicht – nicht mehr ignorieren, sie ist Ausdruck eines beachtlichen wachen demokratischen Bürgerwillens und –bewusstseins, und dies quer durch alle politischen Anschauungen. In diesem Jahr fand dies gerechtfertigte Anerkennung bei den politischen Vertretern der Stadt und des Landkreises: Im Juni wurde die BITex mit dem Bürgerpreis 2013 der Stadt Reichenbach geeehrt, und im Oktober zum zweiten Mal – ein Novum in Sachsen – für die Auszeichnung mit dem Sächsischen Bürgerpreis 2013 vorgeschlagen.
Den Status einer politischen Kraft in unserer Region haben sich die engagierten BITex-Mitstreiter wahrhaftig erkämpft. In ihrer Frühjahrsoffensive lud die BITex die im Landtag vertretenen demokratischen Parteien zum offenen Gespräch ein – und alle kamen mit namhaften Vertretern, zumeist den hochschulpolitischen Experten ihrer Fraktionen, und trugen mehr oder weniger überzeugend die Standpunkte ihrer Parteien zur Liquidierung der Reichenbacher Bildungspotentiale in den öffentlichen BITex-Bürgerforen vor. Sie haben sicher aus den Diskussionen mit den Bürgern einige Erkenntnisse zu dem hier drohenden politischen Scherbenhaufen mit nach Dresden genommen. Auch die vogtländischen Bundestagskandidaten suchten den unmittelbaren Kontakt zur BITex und positionierten sich im Arbeitskreis zum Problem. Einzig die eigentlich berufenen vogtländischen Landtagsabgeordneten der CDU und FDP kniffen bis heute
Von Jahresbeginn an hat die BITex mögliche Auswege aus der verordneten Misere ins Visier genommen. Es wurden Kontakte eines millionenschweren Bildungsunternehmers nach Dresden vermittelt, Verbindungen zu interessierten Textilunternehmen, zu Unternehmen anderer Branchen und zu Bildungseinrichtungen geknüpft, auch über die Landesgrenzen hinweg. Bei allen konstruktiven Überlegungen wird aber deutlich: Keine Lösung ist ohne Dresden denkbar – deshalb gilt es, die dortige Verantwortung für das in Reichenbach geschaffene Problem stets aufs Neue einzufordern.
Freuten sich die Reichenbacher Bürger, dass die BITex die Initiative zur Ausgestaltung des Kreisverkehrs Klinkhardtstraße auf den Weg gebracht hat, so war das gemeinsam mit der Stadt veranstaltete Symposium aus Anlass des 165. Jubiläums der höheren Textilausbildung in Reichenbach sicher ein Höhepunkt des BITex-Engagements. Prominente Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft, an ihrer Spitze der ehemalige Textilbeauftragte des Freistaates, Prof. Dr. Rudolph, zeichneten ein zukunftsträchtiges Bild der Entwicklungen in der Textilbranche, das einer Vernichtung von textilen Bildungspotentialen diametral entgegensteht. Auch das Wegsparen des international erfolgreichen Modells des Reichenbacher Studio-Prinzips der Architekturausbildung fand durchweg nachdrückliche Kritik.
Unser Fazit: Es scheint noch immer, man geht in Dresden dem Problem und den Bürgern aus dem Weg, anstatt angemessene Lösungen auf den Weg zu bringen. Abgesehen von nebulösen Andeutungen gibt es nichts Neues – außer den sich abzeichnenden negativen Folgen der verordneten Studieneinschrumpfung in Zwickau und Leipzig. Deshalb bleibt die BITex dran und präsent, auch 2014. Die Staatsregierung wird es sich nicht leisten können, angesichts der bevorstehenden Kommunal- und Landtagswahlen die berechtigten Forderungen einer solch starken Bürgerbewegung unter den Teppich zu kehren.

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