Bürgerinitiative BITex

Willkommen bei der Bürgerinitiative für Reichenbach und seine Ortsteile

Das Jahr 2025 im Rückblick

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Wir blicken zurück auf ein herausforderndes, ereignisreiches aber auch erfolgreiches Jahr 2025. Auch in diesem Jahr haben sich die BITex-ler an verschiedensten Stellen in Reichenbach im Sinne der von uns zuvor gesetzten Schwerpunkte der Arbeit

Wirtschaftsförderung, Stadtumbau, Soziales, Kultur

engagiert und aktiv Reichenbach mitgestaltet. Mit einer Klausurtagung der neuen Fraktion Bürgerinitiative Reichenbach-Mylau – Gewerbeverein Reichenbach e.V. – BITex begann das Jahr für unseren Stadtrat. Hier wurde schnell klar, in dieser Fraktion steckt viel für Reichenbach drin und es war eine gute Entscheidung, dass die Wählervereinigungen Reichenbachs zusammengingen. Ohne Fraktionszwang, aber mit dem gemeinsamen Willen, Reichenbach voranzubringen, konnten in diesem Jahr gute Entscheidungen in allen Gremien des Stadtrates und in den Gesellschaften, in denen Reichenbach vertreten ist, getroffen werden. Dank der Fraktion konnte die BITex überall Einfluss nehmen. Wir möchten uns deshalb auch besonders bei der Bürgerinitiative Reichenbach/Mylau und dem Gewerbeverein Reichenbach e.V. für die gute Zusammenarbeit und für das Vertrauen bedanken.

Im Bereich der Wirtschaftsförderung konnten wir, vertreten durch unsere drei Mitglieder im Vergabegremium des Förderprogramm ZIZ1, der Wirtschaftsvereinigung nördliches Vogtland ermöglichen, einen Werbefilm für Reichenbach zu entwickeln, der sich wirklich sehen lassen kann. Das Vergabegremium hat hier mit der Vergabe von Fördermitteln unterstützt.

Link zum Imagefilm:

Platz-haben.de | Mehr Raum für Dein Leben

Die Grund- und Gewerbesteuer mussten nicht angehoben werden. Obwohl wir hier noch Spielraum hätten und obwohl wir immer noch einen defizitären Haushalt haben, war es eine bewusste (politische) Entscheidung, hier die Bürger und Gewerbetreibenden nicht weiter zu belasten. Auch wurde mit unserem Fraktionspartner, dem Gewerbeverein Reichenbach e.V., eine Kooperationsvereinbarung durch den Stadtrat beschlossen, damit die gute und richtige Initiative des CityManagements fortgeführt werden kann. Durch die Aktivitäten im ehemaligen Kinderkaufhaus hat Reichenbach nicht nur ein Mehr an Aufenthaltsqualität in der Innenstadt erhalten, sondern es entstanden zusätzliche, vorher so nicht vorhandene Angebote.
Unser offener Brief an den Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen war wegen der Verzögerung beim Ausbau des Bundeskompetenzzentrums richtig und wichtig.

Link zum offenen Brief:

Offener Brief an MP Kretschmer – Bürgerinitiative BITex

Leider entsteht der Eindruck, dass der Freistaat Sachsen Großprojekte einfach nicht mehr bewältigen kann. Besonders aber entsteht der Eindruck, dass wer nicht laut auf sich aufmerksam macht, immer wieder hinten ansteht. Unser Ministerpräsident hat im Januar 2025 bei einer Veranstaltung auf dem Firmengelände der Firma Thermofin noch einmal bekräftigt „Wir machen das in Reichenbach“. Den Worten müssen Taten folgen. Wir möchten uns ausdrücklich für die Antwort auf unseren Brief bedanken und hoffen, dass es nunmehr keine Verzögerungen mehr hier gibt.

Beim Stadtumbau konnte dieses Jahr auch einiges angestoßen werden, wenn auch nicht in dem von uns gewünschten Tempo.

Der Rendezvousverkehrs auf dem Postplatz stört die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt, 130 Busse am Tag beschädigen die Untere Zwickauer Straße bzw. haben diese bereits beschädigt. Gleichzeitig erkennen wir an, dass Reichenbach ein Umsteigeschwerpunkt ist und damit sehr viele Menschen in die Innenstadt von Reichenbach gelangen. Ob diese dann auch die Wartezeit beim Umsteigen mit Einkäufen überbrücken, ist nicht bekannt, kann aber zumindest nicht ausgeschlossen werden. Ein Verkehrsversuch sollte Klarheit bringen, ob die Befahrung der Unteren Zwickauer Straße  bei gleichzeitiger Beibehaltung des Rendezvousverkehrs in der Innenstadt um mindestens die Hälfte reduziert werden kann, So wie der Versuch angelegt wurde, war er zum Scheitern verurteilt. Wir honorieren aber das Entgegenkommen der Verkehrsverbund Vogtland GmbH (VVV), dass diese gemeinsam mit uns eine Lösung zur Zufriedenheit aller entwickeln möchte. Ein erster Schritt soll zu Beginn des nächsten Jahres erfolgen. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität in der Stadt zu erhöhen, die Belastung der Unteren Zwickauer Straße zu verringern und gleichzeitig das Angebot des VVV und die damit verbundenen Vorteile nicht zu verlieren.

Mit der kommunalen Wärmeplanung, die nicht verbindlich ist, haben wir einen guten Überblick über Chancen, Risiken und Optionen erhalten, wie Reichenbach zukünftig in diesem Bereich besser bzw. effizienter aufgestellt werden kann. Was davon letztlich umsetzbar ist oder umgesetzt wird, werden wir sehen. Die Analyse war richtig und wichtig.

Im Bereich Soziales konnten die Elternbeiträge stabil gehalten werden. Prozentual stabil bedeutet aber nicht, dass die Entgelte praktisch nicht steigen. Steigende Betriebskosten müssen weitergereicht werden.  Wir haben auch unser Versprechen wahrgemacht, die Jugend mehr in politischen Prozessen zu beteiligen. Der Reichenbacher Stadtrat hat einen Jugendbeirat eingerichtet, der zukünftig die Belange von Jugendlichen direkt in den Stadtrat einbringen kann. Nun bleibt es abzuwarten, ob sich genügend Jugendliche finden, die diesen Beirat mit Leben füllen. Die Wahlen hierzu werden im kommenden Jahr stattfinden.

Unser Stadtrat wurde auch eingeladen, am Beruflichen Schulzentrum Vogtland – Fachbereich Landwirtschaft – mit dortigen Lehrlingen über Kommunalpolitik ins Gespräch zu kommen. Ein interessanter Austausch, für beide Seiten. 

Im Bereich der Schulen hatte der Stadtrat wohl eine der am meisten diskutierten und emotional auch am stärksten begleiteten Entscheidung zu treffen. Unser Stadtrat hat jede Sitzung der AG Kita- und Grundschulen begleitet, intensiv mit (wirtschaftlich) Betroffenen und Entscheidungsträgern diskutiert. Die Entscheidung zur Verlegung der Weinhold Grundschule ist richtig und war auch notwendig.

Link zu unserem ausführlichen Statement dazu:

Pressemitteilung zum Beschluss zur Festlegung der Grundschulstandorte – Bürgerinitiative BITex

Reichenbach wird trotz oder aber gerade wegen dieser Entscheidung weiterhin attraktiv für Familien sein.

Zum Ende der Badsaison konnte auch das Stadtbad von den Stadtwerken an die Stadt Reichenbach als Betreiber übergeben werden. Unser Stadtrat Randy Neidhardt durfte in seiner Funktion als erster Stellvertreter des Oberbürgermeisters symbolisch den Schlüssel entgegennehmen.

Link zum Video:

Stadtwerke Reichenbach übergeben Hallenbad an die Stadt

„Wir freuen uns, mit den Stadtwerken einen Partner gefunden zu haben, ein Bad nicht schließen zu müssen, sondern wieder zu eröffnen. … Es war eine gute und richtige Entscheidung.“, so Randy Neidhardt.

Die Reichenbacher können nun wieder ganzjährig schwimmen gehen, zum Schulschwimmen muss auch die Stadt nicht mehr verlassen werden und mit der Neueröffnung werden sogar zusätzliche Angebote zum Schwimmen geschaffen. Ein wichtiger Standortfaktor konnte dank der damaligen Entscheidung im Stadtrat erhalten werden. .

Im Bereich Kultur haben wir uns in der AG Haushalt mit der zukünftigen Finanzierung des Neuberinhauses und der Vogtlandphilharmonie intensiv befasst. Beide Einrichtungen sind für das kulturelle Angebot der Region unverzichtbar. Die Vogtlandphilharmonie ist ein weltweiter Botschafter unserer Region und muss in seiner jetzigen Form erhalten bleiben. Für eine kleine Kommune wie Reichenbach ist das ein finanzieller Kraftakt. Es braucht daher eine politische Entscheidung darüber, ob wir uns diesen Botschafter leisten wollen.

Gleich verhält es sich mit dem Neuberinhaus, welches unter dem neuen Leiter auch zu einem Begegnungsort geworden ist. Hier finden Vereine und Interessengruppen Räume für den Austausch und hier finden weiterhin hochkarätige Veranstaltungen statt. Gleichzeitig bietet das Neuberinhaus auch Platz für Veranstaltungen wie die Jugendweihefeier, den legendären Tennisfasching, Konzerte der Musikschule oder einen würdigen Rahmen für den Jahresempfang der Stadt. Letzterer wurde in diesem Jahr auch durch den Stadtrat beschlossen. Zukünftig wird in Reichenbach jährlich ein Jahresempfang stattfinden.

An der Göltzschtalbrücke geht es voran, wenn auch langsamer als gewünscht. Inzwischen konnte für den noch zu gründenden Zweckverband der Vogtlandkreis gewonnen werden. In anderen touristischen Schwerpunkten wie Pöhl und Klingenthal ist dieser bereits eingebunden. So ist es nur folgerichtig, auch bei diesem touristischen Zentrum mitzumischen. Die Göltzschtalbrücke steht längst nicht mehr für Reichenbach oder Netzschkau. Sie ist Symbol für das Vogtland geworden. Im hierzu eingerichteten Lenkungsausschuss, in welchem unser Stadtrat ebenfalls Mitglied ist, wurde zunächst das von der Firma Mascontour erstellte Tourismuskonzept diskutiert und in mehreren Sitzungen ergänzt. Erste Ergebnisse liegen vor und sind erfolgversprechend. In der Zwischenzeit haben auch BITex-ler im Rahmen des Fördervereins Göltzschtalbrücke schon mal etwas „Luft“ im Bereich um die Brücke gemacht. Die Brücke wurde hierzu bei einem Arbeitseinsatz von Wildwuchs befreit.

Abschließend freuen wir uns sehr, dass wir für den Ortschaftsrat Friesen Steffi Hornung und Claudia Kaule gewinnen konnten, die mit großer Mehrheit gewählt wurden. Damit ist der Ortschaftsrat in Friesen nicht nur weiblicher geworden, in den Ortschaftsrat sind auch anerkannte Macher aus dem Dorf gewählt worden. Wir wünschen euch beiden viel Erfolg, Durchhaltevermögen und auch Spaß bei der Vertretung des Dorfes.

Ihnen, unseren Unterstützern und Mitstreitern, wünschen wir einen guten Start in das Jahr 2026. Wir werden auch im kommenden Jahr mit aller Kraft in den verschiedensten Bereichen aktiv in die Geschicke der Stadt eingreifen und versuchen Reichenbach weiterhin lebens- und liebenswert zu gestalten. Bleiben Sie uns gewogen.


  1. ZIZ: Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ ↩︎